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Unfall!

Aktualisiert: 9. Juli 2023

Schon lange denken wir über eine Unfallversicherung für die Leute von Konokai nach.

Nun ist aber schon vorher etwas geschehen. Ibrahim (einem erfahrenen Mitarbeiter) ist die Hand ausgerutscht und er hat ein kurze Feindberührung mit der Hobelmaschine gehabt.

Der Schaden ist (Gott sei Dank!) noch mit Bordmitteln beherrschbar. Erste Hilfe wird geleistet und dann schnell zur professionellen Versorgung ins nahegelegene Krankenhaus. Selbstverständlich fahren alle Kollegen zur Unterstützung mit.

Wir nehmen den Landcruiser mit UMC-Beschriftung und tatsächlich werden wir am Gate sofort durchgewunken.

Die Ambulanz trägt den Titel "Theater" und wir kommen sofort dran.

Das ist deutlich besser als bei uns daheim …

Die erste Frage lautet: Wer bezahlt?

Als ich mich melde, leuchten die Augen des behandelnden Arztes (?) kurz auf und er verschwindet nach hinten, um eine Kostenschätzung zu erstellen.

Zwischenzeitlich werde ich von meinen Begleitern dringend gebeten, mich beim kommenden Geschehen im Hintergrund zu halten.

Tatsächlich liegt die erste Forderung (nun schon im OP-Anzug) bei unverschämten 500 Le (ca. 30,-€). Die Empörung meiner Begleiter ist groß (schließlich können sie aus der Vergangenheit vergleichbare Behandlungskosten heranziehen) und so beginnt ein zähes und aufgeregtes Feilschen um einen angemessenen Preis. Der Vorwurf, dass hier meine Hautfarbe eine Rolle spielt, scheint tatsächlich gerechtfertigt. Schließlich einigen wir uns auf 180 Le (10,- €). Die Tetanusimpfung in der hospitaleigenen Apotheke kostet nochmal 10 Le (60 Cent).

Eine Quittung für das alles ist momentan (leider) nicht erhältlich, da der Quittungsblock gerade nicht aufzufinden ist.

Ein Receipt werde aber dann bei der Wundnachversorgung und dem Verbandswechsel nachgereicht, so das feste Versprechen.

Ich warte immer noch darauf …



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