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Bankgeschäfte

Die Welt der Banken ist für die meisten Menschen hier unerreichbar. Trotzdem war es nötig, für mich ein Foreigner-Konto zu eröffen, um den monetären Nachschub aus Deutschland zu sichern.

Zwischen Bergen von Papiergeld wurde mein Antrag zuerst schriftlich (ca. 35 Seiten) und dann digital sorgfältig bearbeitet. Die junge Sachbearbeiterin musste meinen Namen gefühlt dreihundertmal eingeben und war stolz darauf, ihn samt meiner Telefonnummer bald auswendig zu können.

Unter dem Tisch befand sich eine sehr große Kiste mit ca. einer halben Tonne Papier. Die chronologische Ablage aller Geschäftsvorgänge?

Im Laufe der Stunden entstand tatsächlich eine Art persönliche Beziehung, so dass gegen Ende die nicht unübliche Heiratsanfrage erfolgte.

Zum Abschluss die feierliche Übergabe der (falschen) Kontonummer durch den Bankdirektor persönlich. Auch die schriftliche Gebrauchs-Anweisung zum Überweisen von Euro-Geld auf mein neues Konto war leider fehlerhaft.

Inzwischen funktioniert aber alles tadellos und innerhalb von drei Tagen kann (bei fairen Gebühren) Geld überwiesen werden..

Zwischenzeitlich gelte ich als VIP und werde immer – auch für Alltagsanliegen wie Geldabheben – vom Bankdirektor persönlich betreut.

Trotz der Währungsreform letzten Jahres ist allerdings immer noch für den Transport größerer Beträge ein Rucksack nötig.


Das EDV-System (von Oracle) scheint tatsächlich zu funktionieren. Es besteht eine Echtzeit-Vernetzung der Bankfilialen.

Die Hälfte der Bankangestellten scheint trotzdem mit Geldzählen und Geldbündeln beschäftigt zu sein …




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